Erdbeeren – so bekommst du eine gute Ernte

Pflanzen, Düngen und Schneiden: Pflegehinweise für Erdbeeren

Erdbeeren aus unserer eigenen Kultur schmecken am besten! Bereits im Mai reifen die ersten süßen Früchte, und mit mehreren Lagersorten dauert die Ernte bis Oktober. Hier findest du einen Plan für alle wichtigen Arbeiten: von der Düngung bis zum Schneiden.

Die Erdbeere’Merosa’ wächst buschig mit hübschen rosa Blüten und leckeren saftigen und süßen Beeren. Für eine besonders reiche Ernte blühen ständig kleine Blüten nach.

Die Erdbeerernte beginnt in der Regel im Mai. Frühe Sorten wie ‘Daroyal’ reifen Anfang des Monats, späte Sorten wie ‘Florence’ bis Ende Juni.

Für frühere Erntetermine sollten Hobbygärtner in den Tippkasten der Profis greifen und Ende Februar das Bett mit einer perforierten, luftdurchlässigen Folie abdecken. Kleinere Flächen können mit einem Aluminiumfolientunnel abgedeckt werden. Entferne kurz vor der Blüte die Abdeckung oder öffne die Enden des Tunnels, um die Düngung durch Bienen, Hummeln und andere Insekten zu gewährleisten. Wenn dies zu spät geschieht, werden die Blüten leider nicht ausreichend bestäubt, die Frucht bleibt klein und ist oft verkrüppelt.

Die beste Zeit für die Ernte von Erdbeeren ist am frühen Morgen, während die Beeren noch frisch sind. Mit zunehmender Temperatur werden sie weicher als auch druckempfindlicher – und können später kaum noch gelagert werden.

Reife Erdbeeren

Rot steht für Reife – nur gut gefärbte Erdbeeren entwickeln ihr unvergleichliches Aroma. Das Innere der fleischigen und verdickten Blütenbasis bleibt bei etlichen Gartensorten auch bei voller Reife weiß. Mit Erdbeeren kann man nicht nur Kuchen backen, sondern auch leckere Smoothies zubereiten. Sie bleiben einfach die leckersten Früchte.

Erdbeeren düngen richtig

Bei der Düngung muss Zurückhaltung geübt werden. Ein reichhaltiges Angebot stimuliert vor allem das Wachstum des Pflanzenlaubs, verzögert aber leider die Blütenbildung und reduziert die Anzahl der Blüten und Früchte. Nach dem Abernten entwickeln die Sorten ihre Blüten im Herbst. Nach dem Winterschlaf wachsen im Frühjahr neue Blätter. Wenn die Temperaturen steigen, dehnen sich die Stängel der Blüten aus. Passe die Düngung an diese Wachstumsrate an: Einmal Anfang September und einmal im Frühjahr zu Beginn der Blütezeit auftragen und das Stroh beispielsweise verteilen.

Mehrere Sorten mit mehreren Tragfähigkeiten bringen vom Frühjahr bis Spätsommer neue Blüten und Früchte hervor und erfordern eine kontinuierliche Versorgung. Dafür musst du die richtige Strategie anwenden: Wenn Knospen knospen – oder wenn nach der Frühjahrspflanzung neue Blätter wachsen – alle 14 Tage organischen Dünger für Beeren in den Boden harken. Bei speziellen Langzeitdüngern genügt eine einmalige Anwendung zu Beginn der Saison.

Die Erdbeeren schneiden: Die kranken Blätter müssen gehen.

Schneide alle abgestorbenen Blätter im frühen Frühjahr als erste Wartungsmaßnahme ab. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, überbeanspruchen Bio-Gärtner Boden und Pflanzen mehrmals mit verdünnter Schachtelhalmbrühe. Stattdessen kannst du auch Sprays aus Pflanzenextrakten verwenden. Bei Einlingssorten im Sommer auch alle Läufer schneiden, die für die Vermehrung nicht notwendig sind. Du schwächst die Pflanzen und die Ernte ist im folgenden Jahr geringer. Es wird auch empfohlen, die äußere Blattkrone und alle alten sowie kranken Blätter direkt nach der Ernte zu schneiden. Die Ausläufer mehrerer mehrfacher Sorten bilden daher Früchte und werden erst im Herbst beschnitten.

Pflanzung von Erdbeeren

Die Pflanzsaison für einjährige Gartenerdbeeren beginnt Ende Juli und endet im August. Häufige Sorten können auch im April gepflanzt werden, wenn sie im selben Jahr ihre ersten Früchte produzieren. Bei der Bettvorbereitung viel Humus in den Boden einarbeiten. In der Vergangenheit war gut gereifter Rinderdung das bevorzugte Material. Da es heute schwierig ist, ihn irgendwo hinzubringen, ist Laubkompost oder gereifter Gartenkompost eine gute Alternative. Du benötigst etwa vier bis fünf Liter pro Quadratmeter.

Beim Pflanzen von Erdbeeren ist darauf zu achten, dass das Herz der Pflanze nicht im Boden verschwindet. Die Pflanzen werden in einem Abstand von 25 Zentimetern platziert, wobei zwischen den Reihen etwa 40 Zentimeter Platz bleiben. Insbesondere Einlingssorten müssen aufgrund der Sommersaison, wenn sie trocken sind, sehr sorgfältig und pünktlich gegossen werden.

Erdbeerkrankheiten

Grauschimmel auf Erdbeeren ist an den braunen Flecken auf den Blättern zu erkennen.

Pilzinfektionen wie Graufäule (Botrytis cinerea) sind bei Erdbeeren weit verbreitet. Bei Regenwetter kann sich der Erreger schnell ausbreiten. Die Platte ist eine Grauschimmelschicht auf den Blättern. Später werden die befallenen Stellen rötlichbraun und trocken. An der Frucht bilden sich verfaulte braune Flecken. Diese wachsen schnell und der typische mausgraue Schimmelrasen wächst. Die betroffenen Beeren und Blätter sofort entfernen und entsorgen. Eine Strohbasis ist ein guter vorbeugender Schutz: Sie nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und sorgt dafür, dass die Früchte nach dem Regen nicht zu lange nass bleiben.

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